Jessica Schwarz spielt die Titelrolle in „Romy“. Heute war der erste Drehtag für die aufwendige Produktion des Südwestrundfunks über das Leben der Diva, die am 23. März dieses Jahres 70 geworden wäre. Gedreht wird zunächst in Bayern, später auch an Originalschauplätzen in Berlin, Österreich, der Côte d'Azur, in Paris und in Nordrhein-Westfalen. Thomas Kretschmann verkörpert Romy Schneiders ersten Ehemann Harry Meyen, der Newcomer Guillaume Delorme Alain Delon, Romy Schneiders große Liebe. Weitere hochkarätige Darsteller sind Maresa Hörbiger als Romys Mutter Magda Schneider sowie Heinz Hoenig als ihr Vater Herbert Blazheim. Regie führt Torsten C. Fischer.
Romy Schneider ist bis heute der größte deutsche weibliche Kinostar seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Tochter des UFA-Stars Magda Schneider wurde früh auf eine Filmkarriere getrimmt. Mit den drei Sissi-Filmen schaffte die damals 16-Jährige bereits Mitte der 50er Jahre den Durchbruch beim deutschen Publikum, fühlte sich aber bald durch durch das Rollenklischee als ewig jugendlich-naives Mädchen eingeengt. Eine erste Ehe mit Harry Meyen scheiterte.
Ende der 60er Jahre wandte sich Romy Schneider dem französischen Film zu, wo ihr 1969 mit „Der Swimmingpool“ an der Seite von Alain Delon der internationale Durchbruch gelang. Mit Delon, wohl die große Liebe ihres Lebens, lebte sie mehrere Jahre zusammen, bevor auch diese Beziehung zerbrach. Die 70er Jahre über war Romy Schneider in zumeist in hochkarätigen französischen Produktionen zu sehen („Das Mädchen und der Kommissar“), gelegentlich trat sie allerdings auch in eher kruden Genreprodukten auf („Trio Infernal“). 1972 war sie in Luchino Viscontis groß angelegtem Historienfilm „Ludwig II.“ noch einmal in ihrer einstigen Paraderolle als Sissi zu sehen. Nach dem Unfalltod ihres Sohnes starb Romy Schneider am 29. Mai 1982 unter ungeklärten Umständen in Paris.
Die Dreharbeiten werden voraussichtlich Anfang November beendet sein, in der ARD wird der Film 2009 zu sehen sein.
von HJN
am 03.09.2008







