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Cronenberg wird Ritter der Ehrenlegion

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Auch wenn man von Berufs wegen eher absonderliche Dinge tut heißt das nicht, dass man für immer und ewig auf öffentliche Anerkennung verzichten muss. David Cronenberg hat die Filmgeschichte um einige der bizarrsten Filme überhaupt bereichert. Das bringt ihm nun die höchste Ehre ein, die der französische Staat zu vergeben hat, die Mitgliedschaft in der Ehrenlegion. Ein bisschen gedämpft wird die Freude durch den Umstand, dass der Regisseur nur mit der niedrigsten Ehrenlegion-Kategorie ausgezeichnet wird, dem Chevalier de la Légion d’Honneur. Damit möchte Präsident Sarkozy erklärtermaßen die Verdienste des Kanadiers Cronenbergs für die französische Kultur im Allgemeinen sowie die französisch-kanadischen Beziehungen im Speziellen auszeichnen. Worin Cronenbergs Leistungen für die französische Kultur genau bestehen, ist allerdings nicht ganz klar: Er gehört der englischsprachigen Mehrheit und nicht der französischsprachigen Minderheit Kanadas an, dreht seine Filme zumeist in Amerika, erfreut sich allerdings bei Zuschauern und Kritikern namentlich in Frankreich großer Beliebtheit. 1996 gewann Cronenberg mit KFZ-Erotikon „Crash“ den Preis der Jury in Cannes, zurzeit arbeitet er an der Robert-Ludlum-Verfilmung „The Matarese Circle“, an dem sowohl Denzel Washington als auch Tom Cruise interessiert sein sollen. Übergeben wird der Orden am 1. April in Toronto.