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„Carlos“-BioPic macht Station in Deutschland

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Heute sitzt Ilich Ramírez Sánchez, Deckname Carlos, für den Rest seiner Tage in einem französischen Gefängnis. Auf dem Höhepunkt seiner „Karriere“ in 70er Jahren aber war Carlos so etwas wie der Godfather des internationalen Terrorismus. Carlos, der sich selbst als „professionellen Revolutionär“ bezeichnete, wird u.a für den blutigen Anschlag 1975 auf die OPEC-Zentrale in Wien verantwortlich gemacht. Unter dem Titel „Carlos der Schakal“ wird seit Februar die Vita des Topterroristen verfilmt. Regie führt Olivier Assayas. Jetzt wechselt die Produktion von Paris nach Deutschland, wo vom 24. März bis 27. April Dreharbeiten in Sachsen-Anhalt stattfinden werden. Im Anschluss sind Drehtermine in London, Budapest, Leipzig, Berlin, Beirut und Karthum geplant.

In dem Film wird Carlos als eiskalter Planer und Auftragskiller geschildert, der während des Kalten Kriegs Geheimdienstkontakte nach Ost und West unterhielt, zugleich aber mit aus der 68er-Jugendrevolte hervorgegangenen Terrorgruppen wie der RAF in Verbindung stand. Carlos, von dem es viele Jahre keine aktuellen Fahnundungsfotos gab, lebte im Luxus mit verschiedenen Frauen zusammen, bis ihn schließlich sein sicheres Gespür verließ und er zunehmend zur Belastung für seine Auftraggeber und Gesinnungsgenossen wurde. Édgar Ramírez spielt die Titelrolle, in weiteren Rollen sind Alexander Scheer als Carlos’ Weggefährte Johannes Weinrich, Nora von Waldstätten als Carlos’ Ehefrau Magdalena Kopp, sowie Christoph Bach, Aljoscha Stadelmann, Julia Hummer und Anna Thalbach zu sehen. Die deutsch-französisch-spanische Koproduktion „Carlos der Schakal“ soll im Herbst 2010 in die Kinos kommen.