Eigentlich hat er nur zwei Kinofilme gedreht, wenn man einmal von Kurzauftritten in Produktionen wie „Der längste Tag“, „Die Brücke“ oder „Das Wunder des Malachias“ absieht. Trotzdem wird Vicco von Bülow alias Loriot bei der Vergabe des Deutschen Filmpreises am 24. April in Berlin mit dem Ehrenpreis für hervorragende Verdienste um den deutschen Film ausgezeichnet. Anders als die übrigen Filmpreise wird der Ehrenpreis nicht von der Gesamtheit der Mitglieder der Deutschen Filmakademie gewählt, sondern von einer zehnköpfigen Spezialjury bestimmt, die der Vorstand der Akademie aus den Mitgliedern, Fördermitgliedern und dem Förderkreis der Deutschen Filmakademie auswählt. Zu den Jurymitgliedern gehörten u.a. Bernd Eichinger, Michael Bully Herbig, Roland Suso Richter, Günter Rohrbach, Barbara Rudnik, Jasmin Tabatabai und Reinhard Hauff. Der Juryvorsitzende Günter Rohrbach würdigte Loriot: „Als er seinen ersten Spielfilm drehte, war er bereits in seinen Sechzigern. Gleichwohl nannte er sich in schöner Selbstironie einen ‚Jungfilmer’. Er hat dann nach Ödipussi nur noch einen weiteren Film, „Pappa ante portas“, inszeniert, beides Höhepunkte deutscher Komödienproduktion, beide unvergleichlich in ihrem Witz und ihrer intellektuellen Brillanz.“
Verfasst von HJN am 15.04.2009












