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Gigantischer Kurosawa-Nachlass im Netz

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Filme wie „Rashomon“, „Die sieben Samurai“ oder „Kagemusha“ haben den japanischen Regisseur Akira Kurosawa weltberühmt gemacht. Dabei galt der 1998 verstorbene Filmemacher, der mit den kunstvoll choreographierten Kampfszenen in seinen Samuraifilmen als einer der Wegbereiter des modernen Actionkinos gilt, in seiner Heimart stets als „westlicher“ und keineswegs typisch japanischer Regisseur. Jetzt allerdings hat die Ryukoku Universität in Tokio Kurosawa ein monumentales Denkmal im Internet gesetzt. Nicht weniger als 27.143 Sammelstücke, darunter Drehbücher, Plakate und gut 20.000 Fotos, hat die Hochschule in Zusammenarbeit mit der Kurosawas Sohn Hisao und dessen Firma Kurosawa Productions seit März 2005 digitalisiert und jetzt veröffentlicht. Höhepunkte der Sammlung sind bislang noch nie gezeigte Continuity-Zeichnungen zu den „Sieben Samurai“ und der Shakespeare-Verfilmung „Ran“. Die Benutzung dieser wohl einmalige Online-Sammlung ist allerdings ausschließlich auf japanische Benutzer ausgerichtet. Zwar ist die Datenbank im Netz problemlos auffindbar und auch intuitiv leicht zu nutzen, die Suchtools wie alle Titel allerdings sind ausschließlich auf Japanisch und in japanischen Schriftzeichen verfügbar. In Amerika wird zurzeit ein in die USA von heute verlegtes Remake von Kurosawas wohl berühmtestem Film, „Rashomon“, geplant.

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