Der amerikanische Filmregisseur William Friedkin wird dieses Jahr im schweizerischen Locarno mit einem Ehrenleoparden für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Das 62. Internationalen Filmfestivals Locarno findet dieses Jahr vom 5.-15. August statt. Im Rahmen der Verleihung wird Friedkins Thriller „Leben und Sterben in L.A:“ aus dem Jahr 1985 als Freiluftaufführung auf der Piazza Grande aufgeführt. Friedkin wird zudem in einer öffentliche Masterclass-Veranstaltung Auskunft über seine Arbeit geben. Mit dem Ehrenleoparden ehrt das Festivals jedes Jahr einen bedeutenden Filmregisseur. Preisträger bis jetzt waren Jacques Rivette, Manoel de Oliveira, Samuel Fuller, Bernardo Bertolucci, Jean-Luc Godard, Daniel Schmid, Ken Loach, Ermanno Olmi, Terry Gilliam, Abbas Kiarostami, Wim Wenders, Aleksandr Sokurov und Hou Hsiao-Hsien. 2008 erhielt Amos Gitai den Preis.
Friedkin, der in den frühen 60er Jahren beim fernsehen anfing, gelang mit dem Actionfilm „French Connection (1971) und dem Horrorfilm „Der Exorzist“ 1973 der internationale Durchbruch. Mit dem im New Yorker Schwulenmilieu angesiedelten Thriller „Cruising“ provozierte er 1980 heftige Proteste der Gay Community; bereits 1970 hatte er mit „The Boys in the Band“ einen der ersten Spielfilme mit offen schwuler Thematik gedreht. Seit Mitte der 90er Jahre arbeitet Friedkin wieder verstärkt für das Fernsehen, etwa bei der auch in Deutschland gezeigten Serie „CSI – Den Tätern auf der Spur“.
von HJN
am 25.06.2009







