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Vaclav Havel wechselt ins Regiefach

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Vaclav Havel, Dissident in der kommunistischen Zeit, Dramatiker mit Sinn für das Absurde und schließlich zehn Jahre lang Präsident der tschechischen Republik, will mit 72 sein Spielfilmregie-Debüt geben. Wie das Branchenblatt Variety berichtet, will Havel seine eigenes Stück „Odcházení“ verfilmen. Das autobiografisch gefärbte Drama, deutscher Titel: „Abgang“, das erst 2008 seine Premiere in Prag erlebte, schildert auf havel-typisch absurde Weise das Leben eines ehemaligen Spitzenpolitikers. Im Frühjahr dieses Jahres erlebte „Abgang“ in Aachen auch seine deutsche Uraufführung. Die Hauptrolle in der Verfilmung wird Havels Frau Dagmar Havlova übernehmen. Drehbeginn für „Abgang“ soll kommendes Jahr sein. Havel hat noch weitere filmische Pläne: Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass der Ex-Präsident zusammen mit dem aus Tschechien stammenden Regisseur Milos Foreman („Einer flog über das Kuckucksnest“) an einem Film über das Münchner Abkommen arbeitet. Mit dem berüchtigten Münchner Abkommen überließen England und Frankreich 1938 Hitler die damalige Tschechoslowakei.